Einführung in die Raumakustik und Beschallungstechnik
UNIVERSITÄT WIEN
INSTITUT FÜR MUSIKWISSENSCHAFT
WS 1999/2000, verfaßt von Gerhard Junker, Jänner 2000
Inhaltsverzeichnis
1 Grundzüge
der Akustik
1.1 Geschichtlicher
Rückblick
1.2 Was
ist Schall?
1.3 Wellenlänge
und Frequenz
1.3.1 Frequenz
1.3.2 Wellenlänge
1.4 Schallfeld
1.4.1 Luftschall
1.5 Schwingungen
1.6 Schallausbreitung
1.6.1 Schallgeschwindigkeit
1.6.2 Schallreflexion
1.6.3 Schallabsorption
(Schalldämpfung)
1.6.4 Schallbeugung
und -brechung
1.6.5 Wetterbedingte
Einflußgrößen auf die Schallausbreitung:
2 Physikalische
Grundlagen und Kenngrößen
2.1 Schalldruck
2.2 Das
Phon
2.3 Schallschnelle
2.4 Schallfluß
2.5 Schallkennimpedanz
2.6 Schallintensität
2.7 Schalleistung
2.8 Schalldichte
2.9 Pegelrechnung
3 Raumakustik
3.1 Qualitätseinschätzung
von Schallereignissen
3.2 Schallquellen
3.2.1 Die
menschliche Stimme
3.2.2 Musikinstrumente
3.3 Nachhall
3.3.1 Nachhallzeit
3.3.2 Anhall
3.3.3 Hallradius
3.3.4 Energie-Zeitverlauf
3.3.5 Frühe
Reflexionen
3.4 Sprachverständlichkeit
3.4.1 Energie-Zeit-Maße
zur Abschätzung von Deutlichkeit und Durchsichtigkeit
3.4.2 Artikulationsverlust
bei Sprache
3.4.3 Ermittlung
der Qualität der Übertragung mittels RAS
3.4.4 Subjektive
Überprüfung der Übertragungsqualität von Sprache
3.4.5 Verständlichkeitsfaktor
KL
3.4.6 Raumeindruck
bei Musik
3.5 Das
Stärkemaß
4 Schallmessung
4.1 Messung
von Luftschall
4.1.1 Schalldruckpegelmessung
4.1.2 Lautheitsmessung
4.1.3 Schallanalyse
4.1.4 Korrelationsmeßtechnik
4.1.5 Zeitverzögerungsspektrometrie
(TDS-Analyse)
4.1.6 Maximalfolgesequenzmessung
(MLS)
4.2 Messung
von Körperschall
4.2.1 Meßgrößen
in der Bauakustik
5 Beschallungstechnik
5.1 Anforderungen
und Anwendungsgebiete einer Beschallungsanlage
5.2 Bausteine
der Beschallungstechnik
5.2.1 Schallstrahler
5.2.2 Mikrofone
5.2.3 Signalverarbeitende
Geräte
5.3 Überlagerung
von Schallwellen
5.4 Pegelverteilung
auf die Zuhörerfläche
5.4.1 Entfernungsbedingter
Pegelabfall
5.4.2 Vertikale
Richtwirkung
5.4.3 Horizontale
Bedeckung
5.4.4 Einsatz
von Delay-Lautsprechersystemen
5.4.5 Bodeneffekt
(Aground)
5.5 Pegelbedarf
5.6 Abstrahlverhalten
eines Lautsprechersystemes
5.6.1 Polardiagramm
5.6.2 Q-Faktor
5.6.3 Nennabstrahlwinkel
5.6.4 ebene
Welle / Kugelwelle / Zylinderwelle
5.6.5 Präzedenzeffekt
(Haaseffekt)
6 Weiterführende
Literatur / Quellenangaben
1.
Grundzüge der Akustik
Akustik ist die Wissenschaft vom Schall. Physikalisch
gesehen kann man die Akustik als die Lehre von den mechanischen Schwingungen
in festen, flüssigen und gasförmigen Medien definieren.
1.1 Geschichtlicher Rückblick
Bereits
in der Antike war die Entstehung des Schalles als Folge von Schwingungen eines
Körpers bekannt. Ebenso waren grundlegende Erkenntnisse über einen
naturakustischen Theaterbau bekannt, wie z.B. am Dionisos-Theater ersichtlich
ist.
Der
Name Akustik tauchte erstmals im Jahre 1693 auf. Die ersten brauchbaren Angaben
über die Schallgeschwindigkeit stammen von Isaac Newton (1643-1727) und
danach P.S. Laplace (1749-1827). Mit der systematischen Erforschung der Akustik
beschäftigten sich in der Folgezeit hauptsächlich E. Cladni (1756-1827),
G.S. Ohm (1748-1854) H.L.F. von Helmholtz (1821-1894) und Lord Rayleigh (1842-1919).
Das Jahr 1861, in dem der Lehrer Philipp Reiss als erstem die Übertragung
der menschlichen Stimme auf elektronischen Wege gelang, darf als das Geburtsjahr
der Elektroakustik angesehen werden.
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1.2. Was ist Schall?
Schall ist
eine periodische Druckschwankung (verursacht durch Sprechen, ein Musikinstrument,
etc.), die sich in einem elastischen Medium (z.B. Luft, Wasser, Festkörper,
etc.) ausbreitet. Schall besteht seiner physikalischen Natur nach aus mechanischen
Schwingungen elastischer Medien. Solche Schwingungen entstehen, wenn die kleinsten
Teilchen eines elastischen Stoffes, nämlich seine Moleküle, durch
eine äußere Kraft aus ihrer Gleichgewichtslage herausbewegt und anschließend
sich selbst überlassen werden. In Folge der ihnen innewohnenden Elastizitäts-
und Trägheitskräfte pendeln die Materieteilchen periodisch um ihre
ursprüngliche Ruhelage hin und her. Das Auftreten von Schall ist unmittelbar
an die Existenz von Materie gebunden. Schall kann in festen, flüssigen
und gasförmigen Medien auftreten. Im Vakuum gibt es keinen Schall.
|
Dem Ohr wird Schall durch das Medium Luft übermittelt. Gemessen am statischen Luftdruck von ca. 100.000 Pascal (= 1 bar) ist der Wechseldruckanteil (=Schalldruck) äußerst gering. Bereits bei 100 Pa (=134 dB SPL) ist die Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs erreicht. |
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Die untere Schallpegelgrenze bezeichnet man als Hörschwelle und die obere Schallpegelgrenze als Schmerzempfindungs- oder Schmerzgrenze. Das Gebiet zwischen beiden Schwellen nennt man die Hörfläche:

Beide Schwellen sind frequenzabhängig, die größte Empfindlichkeit besitzt unser Ohr im Frequenzbereich zwischen ca. 500 und 6000 Hz. Der kleinste Schalldruck, den wir in diesem Bereich noch wahrnehmen, beträgt etwa 20 m N/m2. Dieser Wert wurde als Bezugswert für den absoluten Schalldruckpegel festgelegt.
Erfolgt die Schwingungsbewegung entlang der Ausbreitungsrichtung der Welle, so bezeichnet man diese als Längs- oder Longitudinalwelle. Dies ist bei der Schallwelle der Fall (in den Medien Gas, Flüssigkeit und Festkörper).
Schallwellen sind nicht sichtbar und in Grafiken schwierig zu visualisieren. Aus diesem Grund werden Schallwellen, obwohl es primär Longitudinalwellen sind, häufig als Transversalwellen (Schwingungsbe-wegung senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung) dargestellt. Transversalwellen sind nur in festen Körpern möglich, z.B. Saitenschwingung, Stäbe, Membrane.
Reine Longitudinal- und Transversalwellen treten nur in solchen Körpern auf, deren Ausdehnung nach allen Richtungen als unendlich groß oder zumindest als sehr groß gegenüber der Wellenlänge angesehen werden darf. Diese beiden Wellenarten sind daher praktisch nur im Ultraschallbereich realisierbar.
Sind die
Körperabmessungen in einer oder gar in zwei Dimensionen begrenzt und/oder
vergleichbar mit der Wellenlänge, so treten andere Wellenarten auf:
![]() Oberflächenwelle |
Biegewellen: in festen Körpern wie Platten etc., die durch parallele Flächen begrenzt sind Dehnwellen in Körpern, die durch zwei Raumdimensionen begrenzt sind |
![]() Biegewellen und Dehnwellen |
Torsionswellen in Stäben etc. Oberflächenwellen "Rayleigh-Wellen", in einseitig begrenzten Körpern, die mit anderen Medien eine Grenzschicht bilden |
1.3. Wellenlänge
und Frequenz
1.3.1. Frequenz
Mit der
Frequenz f wird die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bezeichnet, stellt
also eine Wiederholungshäufigkeit dar. (Einheit: das Hertz: 1 Hz = 1/s).
Eine Welle ist eine sich in einem Medium fortpflanzende Schwingung. Da sich
die Welle im Medium mit konstanter Geschwindigkeit ausbreitet, kann man ihr
eine Wellenlänge l zuordnen:
|
l = c / f f = 1 / T l Wellenlänge (m) c Schallgeschwindigkeit (m/s) f Frequenz (Hz) T Periodendauer (s) |
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Die Zeitdauer eines vollständigen Bewegungszyklus, nach der wieder der gleiche Bewegungs-zustand erreicht wird, nennt man Periode.
Als Amplitude a wird die (maximale) Auslenkung bzw. Schwingungsweite aus der Ruhelage (Nulldurchgang) bezeichnet. Die Amplitude stellt somit den größten Abstand eines Schwingenden Punktes von seiner Gleichgewichtslage dar.
Die Elongation
y stellt den jeweiligen Abstand eines schwingenden Punktes von seiner Gleichgewichtslage
dar.
y = a sin(w t + j
o)
y Elongation
a Amplitude
w
Winkelgeschwindigkeit
Phasenwinkel (Phasenzustand
eines schwingenden Punktes)
t Zeit
|
Zusammenhang
zwischen f = 1 / T w = 2p f |
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1.3.2 Wellenlänge
Eine Wellenlänge
l ist eine Strecke, die eine Schallwelle während einer Schwingung
zurücklegt. Der Frequenzumfang des hörbaren Schalls beträgt etwa
16 Hz bis 16 kHz, also etwa 10 Oktaven. Der entsprechende Wellenlängenbereich
umfaßt 20m bis 2 cm (vergl. zum sichtbaren Licht: ca. 400 - 800 nm, also
nur eine Oktave).
Der beschriebene Frequenzumfang
des "Hörschalls" gilt für den jungen Menschen, während mit fortschreitendem
Alter die obere Hörschwelle kontinuierlich auf etwa 8 bis 12 kHz sinkt.
Bei Schallfrequenzen, welche unter 16 Hz liegen, spricht man von Infraschall.
Frequenzen, die über 16 kHz liegen, werden als Ultraschall bezeichnet.
Bei Frequenzen über 109 Hz spricht man von Hyperschall.
1.4. Schallfeld
Wenn eine
Schallquelle das sie umgebende Medium (z.B. Luft) zum Mitschwingen anregt, so
entsteht um die Schallquelle eine sich ausbreitende Schallwelle, ein Schallfeld.
Ohne Medium (im Vakuum) kann kein Schallfeld erzeugt werden.
Zur Beschreibung eines
Schallfeldes ist die Angabe der Orts- und Zeitabhängigkeit zweier Schallfeldgrößen
notwendig. In der Praxis werden meist Schalldruck und Schallschnelle (Bewegungsgeschwindigkeit
der Teilchen) gewählt.
1.4.1. Luftschall
Luftschall entsteht durch
Anregung von Schwankungen der Luftdichte, wobei Über- und Unterdruck entsteht,
der sich örtlich und zeitlich auszugleichen versucht. Bei einem einmaligen
kurzzeitigen Luftdruckausgleich, z.B. beim Zerplatzen eines Autoreifens oder
beim Abfeuern eines Geschosses, treten knallartige Schalle auf. Schall der durch
periodische Schwingungen entsteht (hervorgerufen durch ein Musikinstrument)
wird als Ton oder Klang empfunden.
| Luftschall
kann mittelbar auch durch Anregung fester Körper zu Schwingungen hervorgerufen
werden, sofern diese Körper mit der Luft in Berührung stehen.
Der primär entstehende Körperschall wird dabei auf die Luft übertragen.
Bekannte Schallquellen dieser Art sind z.B. Glocken oder Lautsprecher.Die
zum Schwingen angeregten Luftteilchen bringen ihrerseits jeweils die ihnen
benachbarten Luftpartikel zum Schwingen. Die von einer punktförmigen
Schallquelle ausgehenden Erregung breitet sich allseitig im Raume aus. Es tritt anfänglich eine Verdichtung der Masseteilchen auf, die wellenartig weiterläuft. Auf jede Verdichtungswelle folgt eine Verdünnungswelle, usw. |
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1.5. Schwingungen
Physikalische Vorgänge,
deren Verhalten nach bestimmten, periodischen Zeitabschnitten stets wieder den
gleichen Zustand erreichen, werden als Schwingungen bezeichnet. Die Zeitintervalle
können entweder einander gleich sein oder voneinander verschieden sein.
Im ersten Falle nennt man die Schwingung periodisch, im letzteren nicht periodisch.
Schwingungen sind stationäre periodische Bewegungen, im Gegensatz zu einer
Welle, welche einen nicht stationären Zustand darstellt.
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Einfache Schwingungen (harmonische Schwingungen) Einfache periodische Schwingungen kann man z.B. bei einer elastisch aufgehängten Masse oder auch bei einem Pendel beobachten. Läßt sich die Zeitabhängigkeit eines Vorganges durch eine Sinus- oder Cosinusfunktion beschreiben, deren Argument eine lineare Funktion der Zeit ist, so heißt dieser Vorgang Sinusschwingung oder "einfache Schwingung". Die dazugehörige physikalische Größe heißt Sinusgröße, z.B. Sinusspannung; diese beruht im Grunde auf einer Rotationsbewegung eines materiebehafteten Punktes, der sich mit gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit auf einer Kreisbahn mit dem Radius r bewegt. Die Kreisbewegung wird in eine geradlinige harmonische (sinusförmige) Schwingung überführt. |
Eine derartige Sinusschwingung wird auch harmonische Schwingung genannt, in der Akustik heißt sie reiner Ton.
Die Winkelgeschwindigkeit w gibt den vom Zeiger r des Kreisradius pro Zeiteinheit durchlaufenen Winkel an; sie wird auch Kreisfrequenz genannt:
w = 2 p f
Überlagerung von
Schwingungen
Die additive Überlagerung von zwei harmonischen Schwingungen gleicher Frequenz
ergibt wieder eine harmonische Schwingung derselben Frequenz, deren Amplitude
und Phase von den Amplituden der beiden Teilschwingungen und ihrer Phasendifferenz
abhängen.
Komplexe Schwingungen
Jede
komplizierte periodische Schwingung kann als die Summe von Überlagerung
periodischer Sinusschwingungen aufgefaßt und dargestellt werden. Durch
Anwendung der Fourier-Analyse kann diese in ihre einzelnen Schwingungskomponenten
zerlegt werden.
Ein materiebehaftetes
Teilchen kann nicht gleichzeitig zwei oder mehrere voneinander ver-schiedene
Schwingungs-bewegungen folgen, es kann lediglich die sich aus den Teilschwingungen
zu-sammensetzende (resul-tierende) Schwingung ausführen. Die resul-tierende
Schwingung kommt durch Über-lagerung oder Super-position der Einzel-schwingungen
zustande.
Zusammengestetzt-periodische
Schwingungen mit harmonischen Teilverhältnissen (ganzzahlige Vielfache
der Grundschwingung) zwischen den Teilfrequenzen bilden im Wahrnehmungsbereich
einen Klang. (Grundton mit einer vollständigen Reihe von Teiltönen,
die ein vielfaches der Grundfrequenz darstellen.
Sind keinen harmonischen
Verhältnisse gegeben, so handelt es sich um ein Tongemisch.
Nichtperiodische Schwingungen
(zwischen den Teilschwingungen besteht kein gesetzmäßiger Zusammenhang,
Frequenz, Amplitude und Phase schwanken statistisch) nennt man Geräusch.
Geräusche mit mehr oder weniger wahrnehmbarer Tonhöhe stellen eine
Mischform dar, welche auf dem Einschluß periodischer Vorgänge in
nicht periodische Schwingungsvorgänge beruht. Diese sind in der Natur und
im Alltag bei regellosen Schwingungen (stochastische Schw.) oder bei einmaligen
Schwingvorgängen und Stößen (transienten Schwingungen) häufig
zu beobachten.
Exkurs:
Fourier Analyse
Von den in der Praxis vorkommenden
Schwingungen haben nur die wenigsten einen rein sinusförmigen Verlauf.
Die weitaus meisten Schwingungen sind nichtharmonischer Natur. Eine bewährte
und daher sehr häufig benutzte Methode zur Untersuchung derartiger Schwingungen
ist die Frequenzanalyse. Sie beruht auf einem mathematischen Theorem, das seinerzeit
J.B. Fourier (1768-1830) formuliert hat und das nach ihm als Fourieranalyse
benannt wird.
Danach kann jede periodische
nicht sinusförmige Schwingung als Überlagerung einer entsprechenden
Anzahl rein sinusförmiger Teilschwingungen angesehen werden. Man kann daher
jede nicht harmonische periodische Schwingung in eine Summe von (i.a. endlich
vielen) harmonischen Einzelschwingungen zerlegen, deren Frequenzen ganzzahlige
Vielfache der tiefsten vorkommenden Kreisfrequenz w o
sind; die Kreisfrequenz w o
ist gleich der Kreisfrequenz der zu analysierenden nicht harmonischen Schwingung.
Die Teilschwingungen mit der Kreisfrequenz w o
nennt man Grundschwingung oder 1. Harmonische. Die übrigen mit der doppelten
(2w o),
dreifachen (3w o),
usw. Kreisfrequenz bezeichnet man als 1.,2., usw. Oberschwingung oder als 2.,
3., usw. Harmonische.
Bei
der Fourier-Analyse (auch harmonische Analyse genannt) wird eine Zeitfunktion
in eine Frequenzfunktion umgewandelt.
Man erhält
dabei ein Frequenzspektrum.
Beispiel:
Fourieranalyse einer periodischen Rechteckschwingung
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Die Frequenzanalyse
spielt in der schalltechnischen Praxis, beispielsweise bei der Prüfung
von elektronischen Übertragungseinrichtungen oder bei der Beurteilung von
Schallvorgängen eine große Rolle.
Bei der akustischen Wahrnehmung
von zusammengesetzten Schwingungen, z.B. von Klängen erfolgt in unserem
Gehörorgan ebenfalls eine Frequenzanalyse.
Stochastische (regellose)
Schwingungen sind dadurch gekennzeichnet, daß die schwingenden Teilchen
unregelmäßige und nicht periodische wiederholende Bewegungen ausführen
(z.B. beim Rauschen).
Transiente Vorgänge
und (mechanische) Stöße sind einmalige Ereignisse. Sie treten
plötzlich auf und dauern nur kurz. Es wird dabei spontan Energie freigesetzt,
wie z.B. bei Einschwingvorgängen nach vorangegangenen Stoßerregungen
oder bei Explosionen (knallartiger Schall).
Im Gegensatz zu periodischen
Schwingungen, deren Frequenz-darstellung aus einem dis-kontinierlichen Linienspektrum
besteht, findet man bei nicht-periodischen Vorgängen stets ein kontinuierliches
Frequenzspektrum, das aus einer unendlichen Zahl von Teilschwingungen mit unendlich
nahe beieinander liegenden Frequenzen besteht.
Während die Amplituden
und damit die Längen der diskontinuierlichen Spektrallinien bei periodischen
Schwingungen durch die Ko-effizienten der Fourierreihe gegeben sind, errechnet
sich die Amplituden-dichte eines kontinuierlichen Spektrums bei nicht periodischen
Schwingungen mit Hilfe von Fourier-integralen.
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Qualitative Beispiele
von transienten Vorgängen und Stößen |
Schwebung
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Weichen
die Frequenzen zweier Schwingungen nur wenig voneinander ab und sind die
Amplituden gleich groß, so entsteht eine Schwingung, bei der die
Frequenz mit denjenigen der Einzelschwingungen nahezu übereinstimmt.
Aber die Amplitude ändert sich zwischen den Extremwerten 0 und der
Summe der Amplituden der Einzelschwingungen periodisch. Einen derartigen
Schwingungszustand nennt man Schwebung. f3 = ( f1 + f2 ) / 2 Die Amplitude der resultierenden Schwingung schwankt im Rhythmus der Schwebungsfrequenz fs. Diese ergibt sich aus der Differenz der beiden Schwingungen: fs = f1 - f2 (f1 > f2) Mit ansteigender Schwebungsfrequenz (ca. ab fs > 10) spricht man von Rauhigkeit. |
1.6. Schallausbreitung
1.6.1. Schallgeschwindigkeit
c
[m/s] = l [m] x f [Hz] f [Hz] = 1 / T [s]
|
Frequenz |
16 Hz |
20 Hz |
100 Hz |
1 kHz |
10 kHz |
16 kHz |
20 kHz |
|
Wellenlänge |
21,2m |
17m |
3,4m |
34cm |
3,4cm |
21,cm |
1,7cm |
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit
c einer Schallwelle beträgt in Luft ca. 343 m/s (das sind etwa 1235
km/h), variiert jedoch u.a. mit der Lufttemperatur. Sie nimmt mit der Wurzel
aus der absoluten Temperatur T zu:
C
= 331,4 x Ö ((s + 273) / 273
) s
Temperatur in ° C
|
T (° C) |
c (m/s) |
1 / c (ms/m) |
|
-10 |
324 |
3.09 |
|
0 |
330 |
3.03 |
|
10 |
337 |
2.97 |
|
20 |
343 |
2.92 |
|
30 |
349 |
2.86 |
|
40 |
355 |
2.81 |
Die Wellenfront benötigt
also ca. 3 ms pro Meter. In einem homogenen Medium erfolgt die Ausbreitung entlang
einer Geraden. Unter der Annahme einer punktförmigen Schallquelle erfolgt
die Schwingungsanregung der Mediumteilchen gleichmäßig nach allen
Seiten des materieerfüllten Raumes. Das bedeutet, daß alle Teilchen,
die die gleiche Entfernung von der Schallquelle haben, d.h. auf einer Kugeloberfläche
liegen, deren Mittelpunkt die Schallquelle ist, sich im gleichen Erregungszustand
(Verdichtung oder Verdünnung) oder in gleicher Phase befinden.
Schallwellen, die sich nach
allen Seiten gleichmäßig ausbreiten, bezeichnet man daher als Kugelwellen.

Entfernt
man sich weit genug von der Quelle und betrachtet dabei einen verhältnismäßig
kleinen Ausschnitt der Kugelwelle, so kann man dieses Stück der Kugeloberfläche
auch durch eine Ebene annähern. In diesem Fall spricht man von einer ebenen
Welle.
Atmosphärische
Effekte oder physikalische Hindernisse können die Schallwelle ablenken,
es kann zu folgenden Effekten kommen:
1.6.2. Shallreflexion
Beim Auftreffen einer Schallwelle auf eine harte Oberfläche treten - abhängig vom Verhältnis der Wellenlänge zur Größe des Objektes - unterschiedliche Effekte auf:
Ist die
Wellenlänge relativ zur Objektgröße sehr klein, kommt es je
nach Oberflächenbeschaffenheit des Objektes zu einer Reflexion der
Schallwelle (schallhartes Objekt). An einer glatten Fläche wird eine Schallwelle
- vergleichbar mit einem Lichtstrahl an einem Spiegel - gespiegelt reflektiert.
Ist die Oberfläche rauh oder unregelmäßig, so findet eine diffuse
Reflexion statt.
|
Schallreflexion an einer ebenen Fläche Es gilt: a =a ' |
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Der Einfallswinkel entspricht dem Ausfallswinkel. Es gelten dabei die aus der Optik bekannten Gesetze der Reflexion an ebenen Spiegeln bzw. an Streu- und Hohlspielgeln. Durch entsprechende Ausrichtung der reflektierenden Fläche kann der Schallstrahl in jede beliebige, gewünschte Richtung gelenkt werden, was bei der raumakustischen Gestaltung Anwendung findet.
|
Schallreflexion an einer rechtwinkeligen Ecke: Trifft
ein Schallstrahl auf eine rechtwinkelige Ecke, |
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|
Bedingung für das Zustandekommen stehender Wellen ist, daß der Wandabstand gleich der halben Wellenlänge oder einem ganzzahligen Vielfachen davon ist. Bei
vollständiger Reflexion ist der Schall in den Druckknoten ausgelöscht,
in den Druckbäuchen verdoppelt. Eine stehende Welle kann daher bei
einem bestimmten Wandabstand immer nur für eine Frequenz und deren
harmonische Obertöne auftreten. Ferner entsteht eine stehende Welle
nur bei einem Dauerton. In der Praxis treten stehende Wellen als Raumresonanzen
besonders in kleinen Räumen auf; sie kennzeichnen neben den wenig
verzögerten Reflexionen die typische "Wohnzimmerakustik". |
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Schallreflexion an gekrümmten Flächen
Trifft die Schallwelle auf eine nach innen gewölbte (konkave) Fläche, so müssen - je nach Abstand zwischen Schallquelle und reflektierender Hohlfläche - vier verschiedene Fälle unterschieden werden:
|
Der gesamte reflektierte Schall wird in einem Punkt, der außerhalb des Krümmungsradius liegt, gesammelt. |
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|
Die kugelförmig auseinanderlaufenden Schallstrahlen verlaufen nach der Reflexion parallel. |
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|
Die Schallstrahlen streben nach der Reflexion auseinander, die Anordnung zerstreut den Schall. |
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|
Auch in diesem Fall ergibt sich eine zerstreuende Wirkung, die sogar noch stärker ist, als im Fall zuvor. |
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Nach außen gewölbte (konvexe) Flächen haben unabhängig vom Abstand Schallquelle - Wand bzw. Hörer immer zerstreuende Wirkung.
Gewölbte
Flächen sind vor allem in Kirchen und historischen Bauten zu finden. Die
Fokussierung einer Schallwelle kann bei Darbietungen und Aufnahmen zu einer
unerwünschten Heraushebung einzelner Schallquelle aus einem größeren
Schallkörper führen, die besonders auch deshalb störend empfunden
wird, weil die Schallquelle häufig im fokussierenden Gewölbe lokalisiert
wird. Demgegenüber erhöht die Schallzerstreuung die im allgemeinen
erwünschte Diffusität eines Raumes und führt damit zu einer gleichmäßigeren
Raumerfüllung durch den Schall.
1.6.3. Schallabsorption
(Schalldämpfung)
Trifft eine Schallwelle auf einen weichen, verformbaren oder porösen Körper, so wird sie ganz oder teilweise absorbiert, es erfolgt eine Umwandlung von Schallenergie in Wärme. Stoffe, die schallabsorbierende Eigenschaften besitzen, nennt man Schluckstoffe. Der Absorbtionsgrad ist frequenzabhängig und gibt an, welcher Anteil des Schalls von der Oberfläche absorbiert wird. Auch hier spielt - wie bei der Schallbeugung - die Größe des Objektes eine wesentliche Rolle: ein kleiner Absorber ist nicht in der Lage tiefe Frequenzen zu absorbieren.
Die Umwandlung von Schallenergie in Wärme erfolgt bei homogenen Schallschluckstoffen durch innere Reibung (Deformation des Materials) und bei porösen Stoffen durch äußere Reibung (Reibung zwischen den schwingenden Partikeln des Schallausbreitungsmediums und den Skelettelementen des porösen Materials). Bestimmend für die Auswahl des Schallschluckenden Mediums ist u.a. die Art des schallführenden Mediums. Soll z.B. eine einfallende Schallwelle möglichst reflexionsfrei vom Schallschluckstoff absorbiert werden, so darf dessen Schallkennimpedanz sich nicht wesentlich von der Schallkennimpedanz des schallzuführenden Mediums unterscheiden. So verwendet man für die Absorption von Luftschall in der Praxis vorwiegend poröse Schallschluckstoffe mit durchgehenden Poren.
Eine weitere Möglichkeit zur Schallabsorption bieten Resonatoren. Als Schallabsorber eignen sich sowohl Plattenresonatoren als auch Helmholtz-Resonatoren.
Reibung durch Luftbewegung in den Poren: Durch die Bewegung der schwingenden Luftteilchen in offenporigen Materialien (Faserstoffe, etc.) wird Schallenergie durch Reibung entzogen und in Wärmeenergie umgewandelt. Die Absorbtion ist bei höheren Frequenzen in einem relativ breiten Frequenzbereich wirksam.
Reibung durch Resonanz verstärkte Luftbewegung in Helmholtz-Resonatoren: Die Luftbewegung wird im Hals der Hohlraumresonatoren durch Resonanz verstärkt. Dadurch wird die Reibung und damit die Absorbtion vergrößert. Diese Absorber sind in einem relativ schmalen Frequenzband um die Resonanzfrequenz wirksam.
Anregung von Platten zum Mitschwingen: Dem Schallfeld wird dadurch Energie entzogen, daß Platten, die verglichen mit Luft ein sehr hohes spezifisches Gewicht haben, zum Mitschwingen angeregt werden, in ihrer Bewegung aber durch federnde Unterlagen und innere Reibung gedämpft werden. Die Absorbtion ist schmalbandig, kann aber durch Kombination verschiedener Elemente breitbandig gemacht werden.
Als Maß für die Schallabsorption gilt der Schallabsorptionsgrad (Schallschluckgrad) a : er gibt das Verhältnis der absorbierten Schallintensität zur einfallenden Schallintensität an. Er ist eine Zahl zwischen 1 (totale Absorbtion) und 0 (keine Absorbtion, totale Reflexion); meist wird der Schallabsorptionsgrad in % angegeben. Der Schallabsorptionsgrad a ist gleich dem Verhältnis von absorbierter Energie zu auftreffender Energie; bei der absorbierten Energie ist die durch die Wand hindurchgehende Energie eingeschlossen.
a = ( Je - Jr ) / Je
Gelegentlich werden Werte über 1 (gr. 100%) angegeben. Sie sind unter praxisnahen Bedingungen bestimmt und tragen der Tatsache Rechnung, daß die wirksame Fläche eines Absorbers etwas größer ist als seine geometrische Fläche. Die Gesamtabsorption einer Wand oder eines Raumes, das sog. Absorptionsvermögen A, ergibt sich als Produkt von Absorbtionsgrad a und der absorbierenden Fläche S. A ist also gleich der äquivalenten Absorptionsfläche mit a = 1, auch "Fläche offenes Fenster" genannt.
Absorptionsvermögen: A [m2] = a x S [m2]
Bei unterschiedlichen Materialien mit verschiedenen Absorptionsgraden ergibt sich A als Summe der Teilabsorptionsvermögen:
A = a 1 x S1 + a 2 x S2 + usw.
Eine wesentliche Eigenschaft eines Absorbers ist die Frequenzabhängigkeit seines Absorptionsgrades, die sich einerseits aus den Materialeigenschaften, andererseits aus der konstruktiven Anordnung (Wandabstand, Abdeckung, ....) ergibt. Man unterscheidet im Hinblick auf die spektrale Wirksamkeit:

Beispiele für den Absorbtionsgrad a (in %):
|
Oberfläche / Material |
125 Hz |
250 Hz |
500 Hz |
1 kHz |
2 kHz |
4 kHz |
|
Beton |
1 |
1 |
1 |
1,5 |
2 |
2 |
|
Holzboden |
15 |
11 |
10 |
7 |
6 |
7 |
|
Holzverkleidung mit Unterkonstruktion |
30 |
25 |
20 |
17 |
15 |
10 |
|
50 mm Absorberplatte Schaumstoff |
15 |
27 |
63 |
91 |
100 |
100 |
|
50 mm Absorberplatte Glaswolle |
26 |
60 |
95 |
100 |
100 |
100 |
Bei den angegebenen Werten mit 100% handelt es sich um idealisierte, gerundete Angaben. Empirische Versuche haben gezeigt, daß im Mittel bei jeder nicht idealisierten, also realen Schallreflexion 0,0045 - 0,023% der zugeführten Schallenergie verloren gehen.


Die nicht reflektierte und somit absorbierte Schallintensität muß nicht in jedem Falle restlos in Wärme umgesetzt werden. Handelt es sich z.B. um eine sehr dünne Wand, so kann ein Teil dieser Schallintensität durch die Wand hindurchgehen und in den benachbarten Raum übertragen werden. In diesem Fall spricht man von Schalltransmission. Der Schalltransmissionsgrad t gibt das Verhältnis zwischen hindurchgelassener Schallintensität zur einfallenden Schallintensität an.
t = Jd / Je
Die in der Wand tatsächlich verlorengegangene Schallintensität wird durch den Schalldissipationsgrad beschrieben. Den Schalldissipationsgrad d erhält man aus der Differenz zwischen dem Absorptionsgrad a und dem Schalltransmissionsgrad t .
d = a - t
Trifft Schallintensität von der Größe "1" (entspricht 100%) auf eine Wand, so wird ein Anteil reflektiert, der Anteil t geht hindurch, und er Anteil d geht in der Wand in Form von Wärme verloren. Die Energiebilanz ist somit ausgeglichen.
Auch bei ungestörter Ausbreitung in Luft treten frequenzabhängige Dämpfungsverluste auf. Diese sind proportional zur Entfernung und steigen mit zunehmender Frequenz an. Weit entfernte Quellen erleiden daher einen "Höhenverlust", d.h. eine Pegelreduktion der oberen Hörfrequenzen. Je niedriger die Luftfeuchtigkeit, desto ausgeprägter ist dieser Effekt. (siehe auch nächster Abschnitt!)
Ausbreitungsdämpfung in Luft in dB pro 100 Meter:
|
1 kHz |
2 kHz |
4 kHz |
8 kHz |
|
0.35 dB |
1 dB |
2,5 dB |
7 dB |
(ca. Werte für Temperaturen größer 15 °C bei einer Luftfeuchtigkeit größer 50%)
1.6.4. Schallbeugung und -brechung
Ist die Wellenlänge ähnlich groß dem Objekt, so kommt es zu Beugungserscheinungen. Als Beugung bezeichnet man das Phänomen, daß die ursprüngliche Ausbreitungsrichtung einer Schallquelle durch ein Objekt umgeformt ("verbogen") wird. Ein Objekt, welches deutlich kleiner als die Wellenlänge des auftretenden Schalls ist, ist nicht in der Lage die Wellenfront merklich zu beeinflussen: die Welle bemerkt das Objekt nicht.
Da die Wellenlänge des Hörschalls zwischen ca. 2cm und 20m liegt, wird es im allgemeinen in einer aus vielen Teilfrequenzen zusammengesetzten Schallwelle relativ tieffrequente Schallanteile geben, die um das Hindernis herum gebeugt werden; höherfrequente Anteile hingegen werden von dem Hindernis reflektiert, gelangen also nicht um das Hindernis, es entsteht ein Schallschatten. Damit wird ein komplex zusammengesetzter Klang durch ein Hindernis, das sich zwischen Schallquelle und Hörer befindet, klanglich dumpfer (lineare Verzerrung). An einer Kante wird eine Schallwelle in den Schallschatten hinein gebeugt, und zwar um so stärker, je tiefer die Frequenz ist.
Einfluß der Wellenlänge auf die Schallreflexion und die Schallbeugung:
Um einen
Schall reflektieren zu können, muß eine Fläche mindestens einen
Durchmesser haben, der mehreren Wellenlängen der zu reflektierenden Schallwelle
entspricht. Ist die Ausdehnung geringer, so wird der Schall um das Hindernis
herum gebeugt. Selbst wenn der Durchmesser des Hindernisses doppelt so groß
wie die Wellenlänge ist, wird der Schall noch fast vollständig herum
gebeugt. Erst bei ca. fünffacher Ausdehnung erscheint ein deutlicher Schallschatten.
|
Wenn eine Schallwelle nicht mehr um das Hindernis herum gebeugt wird, wirkt das Hindernis als Reflektor. Die Bedingung für das Zustandekommen einer vollständigen Reflexion hängen von verschiedenen Faktoren ab. Der Wirkungsbereich eines Reflektors reicht zu um so tieferen Frequenzen hinab:
|
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Schallbrechung
Unter Schallbrechung versteht man die Richtungsänderung des Schallstrahles beim Übergang zu einem Medium mit anderer Schallgeschwindigkeit. In der Raumakustik ist die Brechung nur im Zusammenhang mit Schallabsorption von Bedeutung; Im Freien, wo der Schall weit größere Strecken zurücklegen kann, kommt es aufgrund von Temperaturunterschieden einzelner Luftschichten zu Brechungserscheinungen, da die Schallausbreitungsgeschwindigkeit von der Temperatur abhängig ist.
Schallbrechung durch Temperaturschichten
Ähnlich wie bei Licht, werden auch Schallwellen an Grenzschichten zwischen zwei Medien gebrochen. Die Ursache ist die unterschiedliche Schallgeschwindigkeit in verschiedenen Medien. Insbesondere trifft dies auch für Luftschichten unterschiedlicher Temperatur zu.
Liegt eine wärmere Luftschicht über einer kälteren (Inversion), so wird der Schall zur Erde hin geleitet, es können sogenannte Überreichweiten des Schalles entstehen. Bei umgekehrter Schichtung (Normalfall) wird der Schall von der Erde weg nach oben gebeugt. Der Akustische Horizont liegt deshalb höher, als der optische.
Schallbrechung durch Wind
Die Windgeschwindigkeit ist in Bodennähe gering und nimmt mit der Höhe zu. Daher ändert sich auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls mit der Höhe über dem Boden. Der resultierende Brechungseffekt lenkt Schall, der sich gegen die Windrichtung ausbreitet, nach oben ab und begrenzt damit die Reichweite der Quelle in diese Richtung.
Der gleiche Effekt sorgt dafür, daß Schallwellen, die sich in Windrichtung ausbreiten, nach unten abgelenkt werden. Auf diese Art können auch Hindernisse überwunden werden, die sich zwischen Quelle und Hörer befinden.
Da die Windgeschwindigkeit im Verhältnis zur Schallgeschwindigkeit relativ gering ist - Sturm (30m/s) / c (343 m/s) @ 1 / 10 ), wird die Schallgeschwindigkeit normalerweise nicht wesentlich durch den Wind beeinflußt.
1.6.5. Wetterbedingte Einflußgrößen auf die Schallausbreitung:
Der Schallpegel nimmt unter idealisierten Bedingungen im Freifeld mit 6 dB je Entfernungsverdoppelung ab. Real wird die Ausbreitung durch Umweltfaktoren beeinflußt:
In der untenstehenden Abbildung ist ersichtlich, daß bei geringen Distanzen (<20-40m) keine zusätzlich Ausbreitungsdämpfung Dr berücksichtigt werden muß (trifft für die meisten Innenräume zu):
Die nächste Abbildung zeigt die zusätzliche Ausbreitungsdämpfung Dr in Abhängigkeit von der Frequenz. Bemerkenswert ist die hohe Bedämpfung bei Frequenzen über 3 kHz.

Die Zusammenfassung der frequenzabhängigen Dämpfungsverluste Dr direkt in Abhängigkeit von Frequenz und relativer Luftfeuchtigkeit zeigt die folgende Abbildung. Man erkennt, daß bei schlechten Wetterlagen auch bei tiefen Frequenzen Ausbreitungsverluste auftreten.

Auf Grund der Ausdehnung der Luft bei Erwärmung steigt auch die Schallgeschwindigkeit um ca. 0,6 m/s je Grad Kelvin an. Das hat zur Folge, daß eine geschichtete Atmosphäre, in der die einzelnen Luftschichten unterschiedliche Temperaturen aufweisen, auch die Ausbreitung des Schalles beeinflußt wird:

2.
Physikalische Grundlagen und Kenngrößen
2.1. Schalldruck
Ähnlich
der Aufteilung der Frequenzskala in Oktaven, legt das Hörempfinden auch
eine logarithmische Skalierung des Schalldrucks nahe: dazu wird die logarithmische
Größe dB (Dezibel) verwendet. Dezibel ist allerdings keine Einheit,
sondern bezeichnet einen Faktor bezüglich einer Referenzgröße.
Erst die Angabe des Bezugs macht aus dB eine Einheit. So steht z.B. dBu für
elektrische Signalpegel bezüglich 0,775 V. Für Schalldruckpegel (dB
SPL) ist die Bezugsgröße po (po=0,00002 Pa
bzw. po=2x10-5 N/m2, die Hörschwelle:
entspricht dem Schalldruck eines Sinustones mit der Frequenz 1000 Hz, den unser
Gehör gerade noch wahrnehmen kann). Die Umrechnungsformel von Schalldruck
auf Schalldruckpegel lautet:
L Pegel [dB] = 20 x log
( Schalldruck p / Referenzdruck po)
Die in einer Schallwelle
an einem bestimmten Punkt auftretende maximale Abweichung vom stationären
Druck nennt man Schalldruck. Der Schalldruck ist eine Wechselgröße.
In der akustischen Meßtechnik ist der Schalldruck bzw. Schalldruckpegel
eine der am häufigsten gemessenen Größen, da dieser besonders
leicht zugänglich ist: die meisten (Meß-)Mikrofone sind nämlich
ihrer Natur nach - wie das menschliche Ohr - (Schall-)Druckempfänger.
Beispiel:
Der Schalldruck eines Lautsprechers ist proportional zu seiner Eingangsspannung
(im linearen Bereich des Lautsprechers). D.h. eine Erhöhung des Eingangspegels
um 6 dB bedeutet eine Verdoppelung der Eingangsspannung (=4-fache Eingangsleistung)
und verursacht eine Schallpegelerhöhung um 6 dB (doppelter Schalldruck
bzw. 4-fache akustische Leistung).
|
Verhältnis |
0,1 |
1 |
10 |
100 |
2 |
3 |
5 |
|
DB |
-20 |
0 |
+20 |
+40 |
+6 |
+10 |
+14 |
Das
Verhältnis zweier Schalldruck- (dB SPL) oder Spannungswerte (dBu) dargestellt
in der logarithmischen Größe dB.
Erhöht
man den von einer Schallquelle erzeugten Schalldruck auf den doppelten Wert,
so steigt der Schalldruckpegel um 6dB an. Überlagert man jedoch einen bestimmten
Schalldruck einen gleich großen Schalldruck einer zweiten Quelle, so erhöht
sich der resultierende Gesamtschallpegel Lges gegenüber dem
Schalldruck der Einzelquelle nur um 3 dB. Das ist zugleich auch der höchstmögliche
Schallpegelzuwachs, den zwei Schallquellen gemeinsam erzielen können. Der
resultierende Gesamtschalldruck für zwei Schallquellen ungleichen Schallpegels
nimmt bei zunehmender Pegeldifferenz rasch ab: bei einer Schallpegeldifferenz
von L1 - L2 (von L1 > L2 )10
dB ist der resultierende Gesamtschallpegel nur noch um etwa 0,4 dB höher
als L1.
Der Schalldruckpegel
ist durch das Verhältnis der Effektivwerte zweier Schalldrucke definiert.
Bei der Schallpegeladdition sind daher die Quadrate einzelner Schalldrucke logarithmisch
zu addieren.
2.2. Das Phon
Ein Normschall
(1000-Herz-Sinuston) wird so eingestellt, daß er gleich laut erscheint,
wie der zu messende Schall. Der Schalldruckpegel des Bezugsschalls wird dann
als Maß für die Lautstärke des Testschalls genommen. Indem die
Lautstärkeskala (in Phon) der dB-Skala des Bezugstones (1000 Hz) gleichgesetzt
wird, erhält man den Lautstärkepegel des zu messenden Schalles (Testschall).
Der Lautstärkepegel ist also ein halb objektives, halb subjektives Maß.
Gleicht man durch subjektive
Beobachtung Sinustöne verschiedener Frequenz auf gleiche Lautstärke
mit dem Bezugston von 1000 Hz bei verschiedenen Schalldrucken dieses Bezugstones
ab, erhält man Kurven gleicher Lautstärke, die die Abhängigkeit
der Lautstärkeempfindung von der Schwingungsfrequenz um den Schalldruck
zeigen.

2.3.
Schallschnelle
Unter
der Schallschnelle oder der Schnelle n (m/s) versteht man die Wechselgeschwindigkeit,
mit der die schwingenden Partikel des Schallübertragungsmediums um ihre
Ruhelage oszillieren. Die Schnelle ist definiert als Schallausschlag pro Zeiteinheit.
Die Schnelle ist eine Wechselgröße,
sie wird in der Praxis vorwiegend als Effektivwert angegeben. In einer ebenen
fortschreitenden Welle ist die Schallschnelle jeweils an denjenigen Stellen
am größten, wo sich die Bewegung der Teilchen, d.h. der Schallausschlag
am schnellsten ändert. Das ist überall der Fall, wo die Wellendarstellung
des Teilchenausschlages ihren Nulldurchgang hat. Das
bedeutet, daß bei einer ebenen fortschreitenden Schallwelle Schallschnelle
und Schalldruck phasengleich sind. Es kommt somit zur Fortpflanzung von
Schallenergie, und zwar in Richtung der Wellenausbreitung.
Bei der Kugelschallwelle
eilt der Schalldruck der Schallschnelle voraus. Im Nahfeld beträgt die
Phasenverschiebung 90° (kein Energietransport), während im Fernfeld beide
Schallfeldgrößen wieder phasengleich werden.
Die Schallschnelle ist nicht
zu verwechseln mit der Schallgeschwindigkeit c. Die Schallgeschwindigkeit gibt
die Geschwindigkeit an, mit welcher sich die Schallenergie ausbreitet, während
die Schallschnelle lediglich die Wechselgeschwindigkeit der Teilchen darstell
Konkretes Beispiel
für die Größe der Schallschnelle:
n = 2 103 x 0,8 x 10-11 @ 5 x 10-8
m/s (bei 1000 Hz an der Hörschwelle)
2.4. Schallfluß
Der Schallfluß q ist
definiert als das Produkt aus der Schallschnelle n und dem Strömungsquerschnitt
S:
q = n x S [m3/s]
Unter dem Schallfluß
hat man sich ein bestimmtes Volumen des Übertragungsmediums vorzustellen,
das pro Zeiteinheit durch die Fläche S hindurchströmt, und zwar mit
periodisch wechselnder Richtung. Die Angabe des Schallflusses hat physikalisch
nur dann einen Sinn, wenn sichergestellt ist, daß sämtliche Teilchen
eines Mediums die gleiche Schnelle n haben, d.h. daß die rhythmische
Durchströmung der Fläche S überall gleichphasig erfolgt. Voraussetzung
hierfür ist, daß der Strömungsquerschnitt S als sehr klein gegenüber
dem Quadrat der Wellenlänge l 2
angesehen werden kann (S << l 2).
Schallfluß und Schallschnelle sind stets phasengleich.
2.5. Schallkennimpedanz
Das Verhältnis von
Schalldruck zu Schallschnelle ist bei einer ebenen Schallwelle zu jedem
Zeitpunkt und an jeder Stelle eines Raumes konstant. Es ist gleich dem Produkt
aus Ruhedichte ó _ und der Schallgeschwindigkeit c des betreffenden Mediums.
Man bezeichnet dieses Produkt als die Schallkennimpedanz Zo.
Zo = p / n
= ó _ . c [ Ns/m3 ]
Die Schallkennimpedanz (früher
auch Schallwiderstand bezeichnet) ist eine charakteristische Größe
für das jeweilige Schallausbreitungsmedium: für Luft z.B. Zo
= 408 Ns/m3 (normale atmosphärische Bedingungen)
Beispiele für
Schallkennimpedanzen: (T=20°C)
|
Medium |
Schallkennimpedanz in Ns/m3 |
|
Luft |
408 |
|
Sauerstoff |
452 |
|
Chlor |
660 |
|
Wasser |
1,44 x 106 |
|
Knochen |
6,1 x 106 |
|
Stahl |
45,6 x 106 |
Das Verhältnis Zo
= p / n stellt formal ein akustisches Analogon zur elektrischen Leitung
dar, die mit ihrem Wellenwiderstand Z = u / i reflexionsfrei abgeschlossen ist.
Auf einer solchen Leitung ist bekanntlich das Verhältnis von Spannung zu
Strom an jeder beliebigen Stelle ebenfalls konstant.
Bei der Kugelwelle ist das
Verhältnis von Schalldruck und Schallschnelle nicht mehr überall konstant.
Man bezeichnet in diesem Falle den Quotienten aus Schalldruck und Schallschnelle
als spezifische Schallimpedanz oder Feldimpedanz Zs: die spezifische
Schallimpedanz ist im Kugelschallfeld komplex; sie hängt ab vom Verhältnis
der Schallquellenentfernung r zur Wellenlänge l , d.h. von r/l
. Bereits in einer Entfernung von r=l differieren die Beträge der
spez. Schallimpedanz Zs des Kugelschallfeldes und der Schallkennimpedanz
Zo des ebenen Schallfeldes nur noch um etwa 1,2% voneinander. Ist
die Entfernung r >> l , so wird die spezifische Schallimpedanz Zs
reell und identisch mit der Schallkennimpedanz Zo.
2.6. Schallintensität
Als Schallintensität
J (od. Schallstärke) bezeichnet man jene Energiemenge, welche pro Zeiteinheit
(meist 1s) durch eine zur Schallrichtung senkrechten Flächeneinheit (meist
1 cm2) durchtritt. Die Einheit ist [(pico)Watt/cm2 bzw.
Watt/m2]
Im Schallfeld einer ebenen
Welle ergibt sich die Schallintensität aus dem Produkt der Effektivwerte
von Schalldruck und Schallschnelle
J = p x n
Schallintensität = Schalldruck
x Schallschnelle
Im Kugelschallfeld besteht
zwischen Schalldruck und Schallschnelle ein Phasenwinkel j ¹
0. Die Schallintensität verringert sich in diesem Falle um den Faktor cos
j :
J = p x n x cos j
Der Schwellenwert der Schallintensität
beträgt an der menschlichen Hörschwelle bei 1000 Hz Jo
= 10-12 W/m2. Dieser Wert liegt der Definition des Schallintensitätspegels
zugrunde:
Lj /dB = 10
lg (J / Jo)
2.7. Schalleistung
Die Schalleistung Pa
(Einheit: Watt) stellt eine Schallenergie dar, die pro Zeiteinheit durch eine
beliebig große, senkrechte zur Schallausbreitungsrichtung befindliche
Fläche S hindurchströmt. Bei gleichmäßig verteilter Schallintensität
erhält man die Schalleistung als Produkt aus der Schallintensität
J und der durchschallten Fläche S:
Pa = J x S
Schalleistung = Schallintensität
x durchschallte Fläche
Integriert
man die Schallintensität über eine im Fernfeld geschlossene Kugeloberfläche
mit der Schallquelle als Kugelmittelpunkt, so bekommt man die gesamte Schalleistung,
die von einer Schallquelle ausgesendet wird.
In der akustischen
Meßtechnik verwendet man z.B. bei der Geräuschmessung an Maschinen
den begriff des Schalleistungspegels Lp. Die gewählte Bezugsschalleistung
beträgt Pa0 = 10-12 W.
Beispiele
für Schalleistungen einiger Schallquellen:
|
Schallquelle |
Schalleistungen Pa in W |
|
Unterhaltungssprache (Mittelwert) |
7 x 10-6 |
|
Menschliche Stimme (Maximum) |
2 x 10-3 |
|
Geige, ff |
1 x 10-3 |
|
Trompete, ff |
3 x 10-3 |
|
Orgel, Pauke, ff |
10 |
|
Orchester, 75 Musiker |
70 |
|
Alarmsirene |
1000 |
2.8. Schalldichte
Die Schallenergiedichte
oder Schalldichte E (Einheit: Ws/m3) ist definiert als Quotient aus
der Schallintensität J und der Schallgeschwindigkeit c:
E = J / c
Schallenergiedichte = Schallintensität
/ Schallgeschwindigkeit
Im Gegensatz zur Schallintensität,
die die pro Flächeneinheit hindurchtretende Schallenergie angibt, beschreibt
die Schalldichte den zeitlichen Mittelwert der Schallenergie pro Volumeneinheit;
sie gibt Auskunft über die Schallenergie, die an einem bestimmten Ort des
durchschallten Raumes anzutreffen ist. Die Schalldichte ist gleichzeitig ein
Maß für diejenige Schallenergie, die auch unser Ohr wahrnimmt. Ihre
Einheit ist die eines Druckes: 1 Ws/m3 = 1 N/m2.
2.9. Pegelrechnung
Schalldrucke, die vom menschlichen
Gehör verarbeitet werden, liegen zw. 10-5 und 102
Pa. Um diesem großen Bereich nicht immer mit Exponenten rechnen zu müssen,
werden Größen der Akustik meist als logarithmische Größen
in Pegeln dargestellt. Der Logarithmus ist nur für dimensionslose Zahlen,
daher muß jede zu logarithmierende Größe auf einen Bezugswert
normiert werden.
Für der Schalldruck
ist dieser Bezugswert
Po = 20 m Pa = 2 x 10-5 N/m2
Schalldruckpegel Lp
= 20 lg (p/po) dB
Spannungspegel LU = 20 lg (U/Uo) dB
Für die Schallintensität
ist dieser Bezugswert
Io = 10-12 W/m2 = 10-16 W/cm2
Schallintensitätspegel
LI = 10 lg (I/Io) dB
Schalleistungspegel LP
= 10 lg (P/Po) dB
|
Pegel [dB] |
p / po U / Uo |
I / Io P / Po |
|
60 |
103 |
106 |
|
40 |
102 |
104 |
|
20 |
10 |
102 |
|
10 |
Ö 10 = 3,16 |
10 |
|
6 |
2 |
4 |
|
3 |
Ö 2 = 1,41 |
2 |
|
1 |
1,12 |
1,26 |
|
0 |
1 |
1 |
|
- 1 |
1/1,12 = 0,891 |
1/1,26 = 0,794 |
|
- 3 |
1/Ö 2 = 0,707 |
1/2 = 0,5 |
|
-10 |
1/Ö 10 = 0,316 |
1/10 = 0,1 |
|
-20 |
1/10 = 0,1 |
1/100 = 0,01 |
|
-60 |
10-3 |
10-6 |
Beispiel A: Welchem
Schalldruck entspricht ein Pegel von L=14dB
Lösung: 14dB = 20dB
- 6 dB, daraus p/po = 10 : 2 = 5, p = 5po = 100 m
Pa
Beispiel B: Welcher
Pegel entspricht der Intensität I = 8 x 10-8 W/m2
?
Lösung: I/Io = 8 x 104
= 2 x 2 x 2 x 104
Daraus L = 3dB + 3 dB + 3
dB + 40 dB = 49 dB
Beispiel C: Ein Lautsprecher
erzeugt einen Schalldruckpegel von L1 = 70 dB. Welcher Schalldruckpegel
L2 entsteht, wenn der Lautsprecher die fünffache Schalleistung
abstrahlt?
Lösung: D L = 10
lg P2/P1 dB = 10 lg 5 dB = 7 dB. L2 = L1
+ D L = 77 dB
Beispiel D: Durch
Schalldämmung nimmt der Schallpegel um 3 dB ab. Auf welchen Bruchteil sinken
Schalldruck und Schallintensität?
Lösung: D L = 3
dB, aus Tabelle: p sinkt auf das 1/Ö 2 = 0,707-fache, I sinkt auf das 0,5-fache.
3.
Raumakustik